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So funktioniert News-Trading bei Forex

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem fundamentalen Kurstreiber im Forex-Markt: Die Veröffentlichung von Wirtschaftsnachrichten. Führende Banken, Hedge-Fonds und private Trader orientieren sich an der Nachrichtenlage, um Trading-Entscheidungen zu treffen.

Was spricht für News-Trading im Bereich Devisen?

Alle Länder weltweit veröffentlichen regelmäßig Statistiken über ihre Arbeitsmärkte, das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einzelhandelsumsätze und die Inflation.

Diese Meldungen stellen Anlegern neue Informationen darüber zur Verfügung, wie sich eine Volkswirtschaft entwickelt, was den Kurs von Währungen ganz erheblich beeinflusst. Währungen sind im Prinzip ein Indikator dafür, wie viel Vertrauen Anleger einem Land entgegenbringen, daher sorgt die Veröffentlichung wirtschaftlicher Eckdaten häufig für hohe Volatilität im Forex-Markt und bietet Forex-Tradern folglich eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Die wichtigsten Nachrichten für Forex-Trader

Wirtschaftsnachrichten unterscheiden sich in ihrem Einfluss auf den Markt. Wirtschaftsnachrichten aus den USA bewegen den Markt am stärksten, da der US-Dollar an rund 90% aller Währungstransaktionen beteiligt ist.

Die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten für jedes Land sind Zinsentscheidungen der Zentralbanken, Einzelhandelsumsätze, Inflationszahlen sowie Veröffentlichungen zu Arbeitslosigkeit und Industrieproduktion.

Die erste Reaktion des Forex-Marktes auf Wirtschaftsnachrichten hält in der Regel zwischen 30 Minuten und zwei Stunden an, aber die Nachwirkungen können noch tagelang spürbar sein.

Welche Währungen sind für Forex-Trader sinnvoll?

Die Hauptwährungspaare (EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY, USD/CHF) weisen die höchste Liquidität und die engsten Spreads auf und bieten daher einen guten Einstieg in das News-Trading. Diese Faktoren tragen dazu bei, in Zeiten hoher Volatilität das Risiko zu senken.

Einsatz eines Wirtschaftskalenders

Economic Calendar

Der globale Wirtschaftskalender von OctaFX steht im Internet zur Verfügung und gibt an, welche Ereignisse oder Veröffentlichungen an welchem Tag geplant sind. Die Auswirkungen jeder Meldung werden als hoch, mittel oder gering gekennzeichnet.

Darüber hinaus enthält der Kalender die Analystenprognosen (Konsensschätzung) und das vorherige Ergebnis.

Forex-Trader achten darauf, ob der erwartete Wert erreicht, unterschritten oder überschritten wird. In der Regel tritt die größte Volatilität dann auf, wenn das Ergebnis die Erwartungen der Analysten weit verfehlt.

Fällt das Ergebnis besser aus als erwartet, kommt es meist zu einer Aufwertung der Währung. Liegt der Wert unter den Erwartungen, ist mit einer Abwertung der Währung zu rechnen.

Beispiel: Wenn Analysten für den Vormonat eine Arbeitslosenquote in den USA von 5% erwarten und der Wert bei 4,8% liegt, würde der überraschend positive Wert in der Regel zu einer Aufwertung des US-Dollars führen.

Strategien für das News-Trading bei Devisen

Es gibt mehrere Ansätze für den Handel mit Nachrichten. Erstens versuchen einige Forex-Trader, das Ergebnis der Wirtschaftsmeldung vorwegzunehmen und auf Basis dieser Annahme vor der Veröffentlichung eine Position aufzubauen.

Bei der Vorhersage von Wirtschaftsdaten kann man sich manchmal an früheren Veröffentlichungen orientieren. Beispiel: Bei der Prognose von US-Arbeitsmarktzahlen kann man die Beschäftigungskomponente von PMI-Berichten heranziehen. Wenn die Beschäftigungskomponente der drei Berichte gegenüber dem Vormonat gestiegen ist, deutet dies darauf hin, dass auch die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze höher ausfällt.

Eine zweite Strategie beim News-Trading im Forex-Bereich zielt darauf ab, abzuwarten, bis das Ergebnis veröffentlicht wurde, und die Tradingaktivitäten dann an die typischen Marktreaktionen in einer solchen Situation anzupassen. Wenn beispielsweise die US-Einzelhandelsumsätze die Erwartungen bei Weitem übertreffen, ist ein Verkauf des Paars EUR/USD sinnvoll, da mit einer Aufwertung des US-Dollars zu rechnen ist.

Eine dritte Strategie für News-Trader aus dem Forex-Segment berücksichtigt die Fundamentaldaten gar nicht, sondern betrachtet lediglich den vorherigen Kurs. Mit anderen Worten: Der Forex-Trader hat keine spezielle Ausrichtung, was die Kursrichtung betrifft. Die Nutzung von Ausbrüchen aus der vorherigen Handelsspanne als Einstiegsgelegenheit ist eine gängige Strategie dieser Art. Sowohl der untertägige Kurzfristhandel als auch der Handel auf Tagesbasis kommen dafür in Frage.

Beispiel: Wenn die vorherige Handelsspanne beim Paar EUR/USD zwischen dem Hoch bei 1,2530 USD und dem Tief bei 1,2405 USD gebildet wurde, besteht die Möglichkeit, bei 1,2530 USD einen Buy-Stop-Auftrag zu platzieren und bei 1,2405 USD einen Sell-Stop-Auftrag. Dabei gehen Trader davon aus, dass der Kurs bei einem Ausbruch über 1,2530 USD weiter steigt und umgekehrt bei einem Ausbruch unter 1,2405 USD weiter fällt.

News Trading

Risiken beim News-Trading von Forex

Vor der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsnachrichten vergrößert sich die Geld-Brief-Spanne in der Regel. Dies erhöht Ihre Kosten für den Marktein- und Ausstieg.

Slippage ist ein weiteres Problem. Slippage tritt auf, wenn Sie versuchen, eine Position zu einem bestimmten Kurs aufzubauen, Sie aber aufgrund der hohen Volatilität nach der Veröffentlichung lediglich einen ungünstigeren Kurs erhalten.

Volatilität ist ebenfalls eine erhebliche Herausforderung. Selbst wenn Sie mit Ihrer Prognose bezüglich der Marktrichtung richtig liegen, sind die Schwankungen manchmal so heftig, dass Sie aus Ihrer Position herausgestoppt werden können.

Fazit

Da Wirtschaftsnachrichten häufig veröffentlicht werden und in diesem Zusammenhang Volatilität entsteht, hält News-Trading im Forex-Markt spannende Gelegenheiten für Trader bereit. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, die Reaktion des Forex-Marktes auf verschiedene Nachrichtenmeldungen zu analysieren, können Sie die zukünftigen Ergebnisse mit einer größeren Wahrscheinlichkeit vorhersagen und erhalten den nötigen Markteinblick, um erfolgreich zu traden.

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